Fairfood und Solidaridad fusionieren: Ein Meilenstein für globale Lieferketten

Heute, 30. Juni 2026, haben Fairfood und Solidaridad ihre Fusion bekannt gegeben. Fairfood, eine NGO mit Sitz in den Niederlanden (Amsterdam), wurde 2001 gegründet und ist bekannt für seine digitale Expertise und Tools. Um diese digitale Kompetenz, die starken Partnerschaften und die von Fairfood entwickelten Technologien weltweit noch besser skalieren zu können, werden ab dem 1. August 2026 alle Aktivitäten Fairfoods offiziell unter der Marke Solidaridad vereint. In Kombination mit den Erfahrungen Solidaridads vor Ort entsteht eine schlagkräftige Zusammenarbeit, die darauf ausgelegt ist, die Transparenz in der Lieferkette fördern, verantwortungsvolle Geschäftspraktiken vorantreiben und die Lebensgrundlagen von Kleinbäuer*innen verbessern.

Fairfood und Solidaridad fusionieren: Ab dem 1. August 2026 werden alle Aktivitäten Fairfoods offiziell unter der Marke Solidaridad vereint.

Zwei Pioniere, eine Mission

Fairfood und Solidaridad sind als pragmatische Problemlöser bekannt, die nach innovativen Lösungen für systemische Herausforderungen suchen. Sie verfolgen das gemeinsame Ziel, die Lebensgrundlagen von Kleinbäuer*innen zu verbessern.

Solidaridad verfügt über fast 60 Jahre tief verwurzelte Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Kleinbäuer*innen und ein internationales Netzwerk, das nachhaltige Lieferketten in mehr als 40 Ländern fördert. Die 1.500 Mitarbeitenden weltweit setzen sich unermüdlich dafür ein, dass Bäuer*innen ein existenzsicherndes Einkommen erzielen, ihre eigene Zukunft gestalten und im Einklang mit der Natur produzieren können.

Fairfood tritt dem globalen Netzwerk als agile, gemeinnützige Organisation für digitale Innovation bei, die über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Technologien und Lösungen verfügt, bei denen die Kleinbäuer*innen im Mittelpunkt stehen. Diese ermöglichen es Agrar- und Lebensmittelunternehmen, ihre sozialen und ökologischen Praktiken zu verbessern, und geben den Kleinbäuer*innen gleichzeitig eine Stimme bei Entscheidungen.

Indem wir die unternehmerische Kultur und die digitale Agilität von Fairfood direkt in die globale Architektur von Solidaridad integrieren, schaffen wir einen starken Motor für den Wandel. Unsere erfolgreiche Zusammenarbeit im Rahmen des Programms ‚RECLAIM Sustainability!‘ hat gezeigt, was wir gemeinsam erreichen können. Dieser Zusammenschluss ermöglicht es uns, diese bewährten digitalen Maßnahmen zu skalieren und unsere gemeinsamen Netzwerke zu nutzen, um transparente Lieferketten zum Branchenstandard zu machen und unsere gemeinsame Mission zu verwirklichen.

Heske Verburg, Geschäftsführerin von Solidaridad Europa

Open-Source-Technologie mit globaler Wirkung

Solidaridad beabsichtigt, die hochentwickelte digitale Infrastruktur von Fairfood – einschließlich der Tools „Trace“, „Collect“, „Connect“ und „Navigate“ – zu übernehmen und diese als Open-Source-Lösungen zum Nutzen der gesamten Agrar- und Lebensmittelbranche beizubehalten.

In Zukunft liegt der Fokus darauf, unmittelbare Synergien zwischen der Software-Suite von Fairfood und den digitalen Lösungen von Solidaridad zu erschließen. Das ultimative Ziel ist der Aufbau eines einheitlichen, robusten und äußerst benutzerfreundlichen digitalen Ökosystems, das Kleinbäuer*innen, Unternehmenspartnern und Spender*innen gleichermaßen beispiellose Möglichkeiten zur Datenüberprüfung, Rückverfolgbarkeit und Wirkungsüberwachung bietet.

Nachhaltigkeit in der Lieferkette erfordert Daten, deren Erhebung den Kleinbäuer*innen ebenso zugute kommt wie den Unternehmenskunden. Der Zusammenschluss mit Solidaridad stellt sicher, dass die von uns entwickelte Open-Source-Technologie auch weiterhin die Rechte von Kleinbäuer*innen schützt und zu einem existenzsichernden Einkommen beiträgt.

Sander de Jong, Direktor von Fairfood

Nahtlose regionale Kontinuität und Wachstum

Um die Kontinuität für Kleinbäuer*innen vor Ort zu gewährleisten, wurde die Übergabe des Projektportfolios sorgfältig gesteuert. Laufende Projekte werden nahtlos auf Solidaridad übertragen und in enger Zusammenarbeit mit den regionalen Expert*innen und lokalen Netzwerken von Solidaridad umgesetzt. Alle zukünftigen Initiativen, die aus dieser Kombination entstehen, werden direkt in die Strategie von Solidaridad eingebunden.

Der rechtliche Partner für diesen Zusammenschluss ist die Stichting Solidaridad Nederland. Für unsere Unterstützer*innen und Partner*innen in Deutschland gut zu wissen: Die Aktivitäten von Solidaridad Deutschland e.V. bleiben vollumfänglich im bisherigen Umfang erhalten.

Eine solide finanzielle Grundlage

Der Zusammenschluss versetzt Solidaridad in die Lage, ein bedeutendes finanzielles und strategisches Wachstum zu erzielen. Durch die Bündelung sich ergänzender Kontakte zu Unternehmen und Spender*innen erschließt Solidaridad neue Möglichkeiten im privaten und öffentlichen Sektor. Gestützt durch das neu hinzukommende Portfolio und die Finanzreserven von Fairfood sind die neuen Mitarbeitenden und Aktivitäten durch eine solide Finanzierung abgesichert, was die Weichen für ein innovatives neues Kapitel der Systemtransformation stellt.