Der intensive Einsatz von Agrarchemikalien, die Ausweitung von Monokulturen, mangelhafte Wasserwirtschaft sowie die Umwandlung natürlicher Flächen in Ackerland zählen zu den Hauptursachen dafür, dass die Landwirtschaft weltweit maßgeblich zum Verlust der Biodiversität beiträgt. Auch der Baumwollanbau spielt hierbei eine Rolle – er beansprucht rund 2,5 % der globalen Ackerfläche. Gerade Kleinbäuer*innen, die über 70 % der weltweiten Baumwolle produzieren (Solidaridad, 2023), könnten jedoch entscheidend zur Bewahrung und Wiederherstellung biologischer Vielfalt beitragen. Cotton and Biodiversity, ein Bericht von Solidaridad und Organic Cotton Accelerator (OCA) zeigt, was es dafür braucht.
Die Dürre schlägt in Songwe, der landwirtschaftlichen Hochburg im Südwesten Tansanias, immer härter zu. Im Februar 2025 erlebte die Region eine besonders langanhaltende Trockenzeit – eine Katastrophe für Kaffeebäuer*innen, deren Lebensgrundlage von empfindlichen Kulturen abhängt. Doch inmitten dieser Herausforderung haben Bäuer*innen, die Teil eines Pflanzenkohle-Pilotprojekts von Solidaridad Tansania sind, eine bemerkenswerte Veränderung erlebt.
In einer Welt, in der Nachhaltigkeit und Klimaschutz oberste Priorität haben, müssen Unternehmen innovative Wege finden, um ihren Klimaschutzverpflichtungen nachzukommen. Das Programm “Climate Heroes” kombiniert Klimaschutz in der Landwirtschaft mit der Anbindung an CO₂-Märkte und unterstützt damit Kleinbäuer*innen bei der Anpassung an den Klimawandel. Im Rahmen dieses Programms haben das Solidaridad Netzwerk und Fairfood das Tool TRACE getestet, das es Unternehmen ermöglicht, ihre Scope-3-Emissionen transparent zu erfassen und zu reduzieren. Eine Studie von Fairfood gibt erste Einblicke in diesen Piloten – und zeigt das Potenzial für Unternehmen, die ihre Lieferketten nachhaltiger gestalten möchten.
Das Palmöl-Barometer 2025 fordert einen grundlegenden Wandel in der Art und Weise, wie Palmöl weltweit beschafft wird. Palmöl spielt eine zentrale Rolle für die Ernährungssicherheit und den Wohlstand von Millionen Menschen, insbesondere in Asien, Afrika und Lateinamerika. Palmöl könnte Millionen Kleinbäuer*innen aus der Armut helfen – doch bislang passiert das nicht. Der Mehraufwand und die Kosten einer nachhaltigen Produktion werden nicht gerecht entlang der Lieferkette verteilt, was die Existenz vieler Kleinbäuer*innen gefährdet. Nur wenn Unternehmen verantwortungsbewusst einkaufen und die Wertverteilung entlang der Kette gerechter wird, kann Palmöl zur Ernährungssicherheit beitragen – ohne weitere Entwaldung.
Entdecke unsere Top 5, warum Pflanzenkohle ein echter Gamechanger ist: Sie steigert die Bodenfruchtbarkeit, fördert die Wasserspeicherung, trägt zur Kohlenstoffbindung bei, verbessert die Ernteerträge und sorgt bei Kleinbäuer*innen für ein Plus im Geldbeutel. Solidaridad arbeitet derzeit in sieben Ländern mit Kleinbäuer*innen und Unternehmer*innen in Pflanzenkohle-Pilotprojekten zusammen – konkret in Ghana, Sambia, Tansania, Uganda, Nicaragua, Indien und Äthiopien.
Solidaridad Deutschland e.V. wurde von der Deutschen Postcode Lotterie als neuer Postcode Partner ausgewählt und erhält ab sofort eine flexible, mehrjährige Unterstützung. Das ermöglicht es uns, unsere Arbeit zur Förderung kleinbäuerlicher Strukturen und fairerer Lieferketten weiter auszubauen – und noch direkter auf globale Herausforderungen wie den Klimawandel und soziale Ungleichheit in internationalen Lieferketten zu reagieren.







